Zwerchfellatmung und Bauchatmung

Der Zwerchfellatmung oder Bauchatmung steht dabei die Brustatmung gegenüber. Das passiert bei der Zwerchfellatmung. Zwerchfellatmung und Bauchatmung ist dasselbe. Ein dritter Begriff für diese Atemtechnik ist die Abdominalatmung. Sie unterscheidet sich von der Brustatmung.

Die Zwerchfellatmung funktioniert folgendermaßen:

Zuerst einige Grundsätze der Anatomie der Lunge: Die Lunge ist außen von der Pleura visceralis (Lungenfell) umgeben, welche der Lunge anliegt. Die Pleura parietalis (Rippenfell) hingegen umgibt ebenfalls die Lunge, liegt aber dem Brustkorb an. Zwischen beiden Pleurablättern befindet sich der Pleuraspalt. Die Lunge wird ausschließlich durch den Unterdruck, den die Pleura auf sie ausübt, in ihrer Form gehalten. Andernfalls würde sie in sich zusammenfallen.

Die Pleura - und mit ihr die Lunge - liegt dem Zwerchfell auf, welches nach oben gewölbt ist. Bei der Bauchatmung zieht sich das Zwerchfell zusammen, wird damit also kleiner und muss sich aufgrund seiner gewölbten Form nach unten bewegen. Dem Zwerchfell folgt das Rippenfell, welches mit ihm verwachsen ist, und durch den entstehenden Unterdruck im Pleuraspalt auch das Lungenfell. Dem Lungenfell wiederum folgt die Lunge und dehnt sich aus.

So entsteht in der Lunge ein Unterdruck, welche Luft in die Lunge befördert. Wenn sich das Zwerchfell wieder entspannt, wölbt es sich nach oben und "zieht" nicht länger an Pleura und Lunge. Die Lunge zieht sich wieder etwas zusammen und die Luft muss weichen.Die Bauchatmung gilt als "gesündere" Form der Atmung, weil sie in entspanntem Zustand praktiziert wird.

Die Brustatmung im Unterschied zur Bauchatmung

Die Brustatmung erfordert im Gegensatz zur Bauchatmung den Einsatz der Zwischenrippenmuskulatur.

Zuvor wieder etwas Anatomie: Die Rippen des Brustkorbes umgeben die Lunge und sind hinten gelenkig mit der Wirbelsäule verbunden und vorn mit dem Brustbein. Wenn sich die äußeren Zwischenrippenmuskeln zusammenziehen, heben sich die Rippen. Aufgrund ihrer spangenförmigen Form und der Fixierung an Wirbelsäule und Brustbein muss sich der Brustkorb weiten.

Die Vergrößerung des Brustkorbvolumens hat wie bei der Zwerchfellatmung auch eine durch Unterdruck entstehende Vergrößerung der Lunge zur Folge. Wenn sich die Rippen wieder senken, wird der Brustkorb kleiner und die Luft wird nach außen gepresst.

Quelle: www.helpster.de

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