Coils - Ventile - LVR, Interview mit Dr. med. Björn Schwick

Ventile, Coils, Lungenvolumenreduktion. Worte die bei COPD und Lungenemphysem -Patienten in aller Munde sind und durch das Internet geistern. Was ist das, Coils, Ventile?

 

Schlimmer sind jedoch die Schauermärchen, die im Netz erzählt werden. Ventile die ausgehustet wurden. Ventile die alle 3 Monate verschleimen und zur Säuberung wieder raus geholt werden müssen. Falsch eingesetzte Ventile. Ventile ohne Einwilligung eingesetzt.

 

Das sind nur ein paar Beispiel, die so manchem Interessierten die Chance auf eine Besserung seiner Situation nehmen. Denn zu schnell lässt man sich von solchen Horrorgeschichten abschrecken. Was ist daran wahr? Wie ist das mit den Ventilen und Coils? Seltsamerweise werden seit Jahren diese Verfahren angewendet, aber von Erfolgen liest oder hört man nur ganz selten was.

 

Pro Jahr werden sicherlich einige 1000 Eingriffe ausgeführt, es kann doch nicht sein, dass alle negativ verlaufen sind? Diesen Eindruck muss man haben, wenn man sich mal so durch die Foren liest.

 

Diesen und vielen anderen Fragen zum Thema, gehe ich mit Herrn Dr. B. Schwick nach. Herr Dr. Schwick ist Pneumologe und leitet seit dem 1. Oktober 2014 als Chefarzt die Lungenfachklinik in Bardenberg bei Würselen. Herr Schwick hat schon vielen Patienten mit einer Ventil- oder Coil – Implantationen geholfen und hat mit den geschilderten Verfahren viel Erfahrung

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Was ist eine COPD?

Immer mehr Menschen erkranken weltweit an der COPD. COPD ist die Abkürzung für einen englischsprachigen Begriff; [C]hronic [O]bstructive [P]ulmonary [D]isease. In Deutsch bedeuten diese Worte, chronic=zeitlich anhaltend, obstructive=einengend, pulmonary=auf die Lunge bezogen, disease=Erkrankung, also „zeitlich anhaltende und einengende, auf die Lunge bezogene Erkrankung“. Weltweit wird die Zahl der Erkrankungen auf ca. 600 Millionen geschätzt. Unter der COPD werden drei verschiedene Lungenerkrankungen zusammen gefasst.

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COPD als systemische Erkrankung sehen

Die COPD ist grundsätzlich eine schwere und fortschreitende Lungenerkrankung. Die Abkürzung COPD dient hier als Sammelbegriff für obstruktive Lungenerkrankungen, wie der chronisch obstruktiven Bronchitis, das Lungenemphysem und auch das chronisch obstruktive Asthma gehört dazu. Zunächst tritt bei körperlicher Belastung (Treppen steigen, schnelles Laufen oder Radfahren) Atemnot auf und im fortgeschrittenen Stadium kommt es aber auch schon in Ruhe (sitzen oder liegen) zur Atemnot! 

Betrachten wir unseren Körper als ein geschlossenes System (mit zwei offenen Stellen. Zum Einen für die Zufuhr von Nährstoffen und zum Anderen für die Abfuhr von Giftstoffen.) wo alle Organe in Abhängigkeit zueinander arbeiten, ist die COPD nicht nur eine Erkrankung der Lunge. Im fortgeschrittenen Stadium kommen weitere Begleiterkrankungen hinzu. Somit handelt es sich bei der COPD um eine Systemerkrankung. 

Weitere Begleiterkrankungen können sein: Infektionen in den Atmungsorganen, psychische Störungen wie Angst- und Depressionszustände, Schlafstörungen, Harninkontinenz, Erkrankungen des Herz.- Kreislaufsystems, Störungen im Bewegungsapparat, Lungenkarzinom sowie Störungen des Stoffwechsel.

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